Über chinesische Kultur und Geschichte

Klassische Chinesische Möbel 
(Ming und frühe Qing Dynastie) I

Die Geschichte der chinesischen Möbel ist gezeichnet durch den allmählichen Übergang von niedrigen Möbel zu Möbel mit einer Höhe, wie wir sie heute gewohnt sind. Vom 15. Jahrhundert v. Chr. Bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. hat das tägliche Leben der Menschen auf niedrigen Plattformen, die mit einer Matte bedeckt waren, stattgefunden, worauf die Menschen knieten oder im Schneidersitz gesessen sind und dementsprechend niedrige Möbel hatten.

Im 3. Jahrhunderet begann sich das Bewusstsein über die Schicklichkeit des kniens zu ändern, wie auch die sozialen Bräuche, und die Menschen begannen mit ausgestreckten Beinen zu sitzen und lehnende Positionen einzunehmen. Dadurch entstanden Armablagen und Polsterkissen. Die Gewohnheit mit hängenden Füssen auf sanduhrförmigen Hockern aus Stroh und Korbgeflecht zu sitzen, began in der Zeit der nördlichen und südlichen Dynastien (386-589). In der Tang Dynastie (618-907) nicht nur Hocker und Stühle waren ziemlich gebräuchlich, sondern auch hohe Tische wurden verwendet. Nichtsdestotrotz sind die Menschen, während dieser Übergangszeit, immer noch auf niedrigen Plattformen gekniet oder im Schneidersitz gesessen.

 

Klassische Chinesische Möbel 
(Ming und frühe Qing Dynastie) II

Mit der nördlichen Song Dynastie (960-1127) wurden alle Arten von hohen Möbel weit verbreitet und die Handwerkskunst wesentlich verfeinert. Viele Möbelarten aus der Ming Ära tauchten bereits in der südlichen Song Dynastie (1127-1279) auf. Diese waren der Keim für eine erblühende Möbeltradition während der Ming Dynastie (1368-1644) und am Anfang der Qing Dynastie bis 1735. Mit der Qianlong Regierung (1736-95) haben sich die Möbel vollkommen verändert und wurden übermässig aufwendig, obwohl die Materalien und die Handwerkskunst immer noch von ausgezeichneter Qualität waren. China wurde eine halb-feudalistisch, halb-kolonialistische Gesellschaft in der späten Qing Dynastie und die tradition feiner Möbel, zusammen mit allen anderen Künsten, hat sich vollständig verändert.

Der Lebensstiel und die Möbelarten der Song Dynastie unterscheiden sich von denen aus früheren Zeiten. Zweifellos muss es einige sehr gute Stücke vor der Song Dynastie gegeben haben, aber nur sehr wenig überlebten und das Wissen darüber ist sehr limitiert. Nur aus der Ming und frühen Qing Dynastie sind noch Möbel aus hochklassigem Material, bearbeitet mit handwerklichen Können, erhalten, aus einer grossen Anzahl die gefertigt wurde. Deshalb ist diese Ära als das goldene alter der klassischen chinesischen Möbel bekannt.

Klassische Chinesische Möbel 
(Ming und frühe Qing Dynastie) III

In dieser Zeit haben Möbel ein hohes Niveau an Perfektion erreicht, hauptsächlich durch das Erbe der Song Dynastie. Erstens, mit der Enwicklung des Handels und duch den darausfolgenden wirtschaftlichen Aufschwung, blühte das Stadtleben und Landleben auf. Dies hatte eine Auswirkung auf soziale Bräuche und die meisten Leute hatten das Bedürfnis nach guten Möbel. Zweitens, die Politik der offenen Tür führte zum Import vieler Güter, einschliesslich grosse Mengen Hartholz, das unentbehrlich für feine Möbel ist.

Ein wichtiger Grund, warum Ming und frühe Qing Möbel von solch hoher Qualität sind ist, dass sie aus dichtem Hartholz sind, eine gute Farbe sowie eine wunderschöne Masserung haben, wie z.B. huanghuali, zitan, jichi, tieli, ju und Wurzelholz.

Die Hauptmerkmale von klassischen chinesischen Möbel sind einfach gleichmässig fliessende Linien, einfache elegante Verzierungen sowie die natürliche Oberflächenbearbeitung und dass sie aus Hartholz sind.

Chinesische Volksmöbel 
(Späte Qing Dynastie) I

Historisch gesehen sind es bedeutende Möbel. Sie kommen aus den letzten Jahren der Qing Dynastie, die letzte Dynastie in Chinas langer Geschichte, beherrscht von Kaisern. Sie repräsentieren wörtlich das Ende einer kulturellen Kontinuität, die für tausende von Jahren ununterbrochen beharrte. China wurde 221 vor Christus unter einem Kaiser vereinigt und es ist mehr oder weniger bis 1911 so geblieben.

Die Qing Dynastie war nicht nur die letzte Dynastie sondern auch eine Dynastie mit neuer kultureller Dynamik. Es war unter den Qing Kaisern als die westlichen Länder, zum ersten Mal das Konzept von China, als das Reich der Mitte, in Frage gestellt haben, und als deren Einfluss gewachsen ist, sich deren Ideen und Geschmack vermischt haben, und mit dem von China zusammenprallte.

Es war auch unter den Qing Kaisern, als ein neuer, reicher Handelsstand entstanden ist, der Haus und Ausstattung entsprechend derem Status forderte. Nicht wie die herrschende Elite, deren Geschmack das Design für Jahrhunderte dominierte, fühlten diese neuen Kunden keine Befangenheit durch herrische Regeln, wie Möbel aussehen sollten und wie nicht. Was sie forderten war anders als das traditionelle chinesische Desigen. Sie produzierten etwas vitaleres, energetischeres als die traditionellen westlichen Ideen vom chinesischen Design.

Chinesische Volksmöbel 
(Späte Qing Dynastie) II

Die späten Qing Möbel sind oft rot, schwarz, burgunderrot und türkis lakiert oder mit Lanschaften und Mustern bemahlt. Bemahlte Möbel erforderten ein weiches Holz wie das der südlichen und nördlichen Ulme, das in der späten Qing Dynastie dominierte.

Die Möbel der Qing Dynasty entwickelten sich zu Möbel, die reich an aufwendigen Verzierungen sind, was mit den eingschnitzten Mustern aufeinander abgestimmt ist. Chinesen sind kühn für Möbel mit Einlagen und Schnitzereien. Schalen und Emaillesplit, strahlend bunter künstlerisch gemaserter Jade, Steine, Elfenbein (und andere Tierzähne), Horn, Achat und Bernstein wurden für Einlagen verwendet. Marmor, zu Beispiel, ist ein Stein der oft als Einlage verarbeitet wurde.

Farbige Keramikplatten sind auch ein beliebtes Material zur Verzierung. Eine andere elegante Technik, angewandt seit dem Altertum, ist das Einlegen von verschiedenen Arten und Farben von Holz, in einem Teil. Die Methoden der Schnitzerei beinhalten Relief-Schnitzerei, Negativ-Schnitzerei und Freihand-Schnitzerei. Verbreitete Themen für Schnitzereinen sind Blumen, Drachen und Phönix, das ch’ilin, eine chinesische mythische Bestie sowie stilisierte Wolken- und Blattmuster.

Chinesische Volksmöbel 
(Späte Qing Dynastie) III

Diese Möbel stellen auch das Ende einer kulturellen Ära dar. Fuer tausend Jahre war eleganter Möbelbau ein ehrenvolles Handwerk und eine reiche Industrie in China, mit einer sehr beständinger Tradition.

Erst mit der politischen Instabilität und dem daraus folgenden Sturz der Qing Dynastie 1911 hat diese Tradition stark nachgelassen und zersplitterte mit dem Tumult der Japanischen Invasion 1931, gefolgt vom 2. Weltkrieg, Bürgerkrieg und der kommunistischen Herrschaft. Die Kommunisten haben alle äusserlichen Anzeichen einer Klassengesellschaft abgeschafft. Dies brachte in den fünfziger Jahre eine Hungersnot für die breite Masse mit sich, bei der Millionen von Chinesen umgekommen sind.
Damit ist es nicht schwierig zu verstehen, weshald das Handwerk des Möbelbaus zum grossen Teil überflüssig wurde.

Chinesische Dynastien

china-dynastien Über chinesische Kultur und Geschichte

Terrakotta Krieger

Die Terrakotta Krieger und Pferde, erstellt vor ca. 2,200 Jahren, wurden 1974 auf der Ostseite des Grabes des ersten Kaisers Qin Shihuang (259 BC – 210 BC) bei Xi’an gefunden. Dieser Platz ist jetzt das weltberühmte Terrakotta Museum, welches aus 3 Hauptgebäuden besteht: Ausgrabung 1, Ausgrabung 2 and Ausgrabung 3. Die 3 Ausgrabungsstätten belegen eine Fläche von 22,000 m² und beinhalten ca. 8,000 lebensgroße Tonkrieger und Pferde.

Ausgrabungsstelle 1 ist die Größte. Sie beinhaltet über 6,000 lebensgroße Tonkrieger und Pferde in Schlachtformation, welche die Hauptstreitmacht dieser Armee darstellt. Ausgrabungsstelle 2, entdeckt 1976, beherbergt über 1,300 Tonfiguren, welche spezielle Streitmächte darstellt: Bogenschützen, Kavallerie, etc. Ausgrabungsstelle 3 ist die kleinste von allen und beinhaltet nur 69 Figuren. Dies stellt die Kommandozentrale der gesammten Armee dar.

Die Terrakotta Krieger sind durchschnittlich etwa 1.8 Meter groß. Jeder von ihnen hat eine individuelle Darstellung, charakterisiert durch Gesichtszüge, Gesichtsausdruck und Frisur. Experten glauben, daß sie Abbilder echter Soldaten sind.

Pflegeanleitung für chinesische Antiquitäten

Reinigung:

– Mit trockenem weichem Stoff abwischen
– Keine Chemikalien, Sprays, etc. verwenden
– Mit Bienenwachs mehrmals jährlich polieren.

Weitere Ratschläge:

– Niemals mit groben Stoffen oder Gegenständen abreiben!
– Plötzliche Veränderungen der Temperatur und/oder der Luftfeuchtigkeit und/oder direkte Sonneneinstrahlung können Risse,
Unebenheiten und/oder Verzüge nach sich ziehen
– Ideale Bedingungen sind eine relative Luftfeuchtigkeit von 40-70%; a Raumtemperatur von 15-25’C
– Ein Luftbefeuchter bzw. Ein Glas Wasser in/unter dem Möbelstück hilft dabei ideale Bedingungen herzustellen.
– Die Farbe kann bei starker Sonneneinstrahlung ausbleichen oder sich leicht verändern
– Vermeiden Sie weitestgehend, daß Ihre Möbel neben Heizgeräten, Klimaanlagen und/oder offenen Fenstern stehen
– Keine heißen Gegenstände auf der Möbeloberfläche abstellen.

Fengshui

Fengshui, eine speziell chinesische Tradition in der Architektur, normalerweise betraf dies den kompletten Prozess in früheren Zeiten: Auswahl des Bauplatzes, Planung, Bauarbeiten, sowie Inneneinrichtung und Außendekoration. Feng bedeutet Wind und Shui ist das Wasser.
Fengshui vereint die Bedürfnisse von Himmel, Erde und Mensch und sucht nach Harmonie zwischen ausgesuchtem Platz, Ausrichtung, natürlichen Prinzipien und menschlichem Glück. Es verhindert menschliche Zerstörung und fördert das Zusammenleben mit der Umwelt, was als perfekt angesehen wird.

Ein Fengshui Priester in China nutzt normalerweise folgende Theorien: Yingyang, Sixiang, Wuxing und Bagua. Basierend auf dem Prinzip der Harmonie zwischen Himmel und Erde, um den best möglichen Platz für eine Beerdigung oder Unterkunft zu finden. Qi (gilt als das Basiselement der physikalischen Welt in der alten chinesischen Philosophie) ist die „Seele“ des Fengshui. Die Kunst der Fengshui Priester besteht aus einem speziellen “Feld“, einer Art Magnetfeld, bezeichnet als Qi – Feld. Ein positives Qi – Feld ist wonach die Fengshui Priester streben, wobei sie versuchen ein negatives zu vermeiden. Es gibt 5 Elemente: Long (Drache), Xue (Höhle), Sha (Sand), Shui (Wasser) and Xiang (Orientierung). Sie werden dazu benutzt negatives Qi zu vermeiden und positives Qi zu erhalten. Um das Qi einer neuen Struktur/Bauwerk in Einklang mit Himmel und Erde zu bringen, darf das Erdelement nicht “verschmutzt” werden. Die beste Ausrichtung hat ein Gebäude dessen Front auf einen Fluß oder See im Süden und die Rückseite auf einen Hügel/Berg im Norden zeigt.

Die meisten Städte im früheren China wurden unter Anwendung von Fengshui gebaut, dies war das grundsätzliche Prinzip um Plätze an Hand ihrer natürlichen Umgebung auszusuchen. Fengshui hilft um Plätze für wichtige Gebäude und die Achse des Stadtzentrums fest zu legen. Zum Beispiel, der Kaiserpalast in Peking steht im Stadtzentrum und seine zentrale Achse zeigt auf den Berg Jingshan, welcher auch Wächterberg des Palastes genannt wird.
Fengshui Priester beachten auch besonders die Ausrichtung von Pagoden, da diese in dem Ruf stehen, daß sie die Personen in und um die Pagode beschützen.
Obwohl noch immer viele Leute an Fengshui glauben, gibt es heutzutage bereits viele Zweifler, selbst in China.

Glückzahlen

In China werden 6, 8 und 9 als Glückszahlen angesehen, da das ausgesprochene Wort im Chinesischen auch noch eine andere (positive) Bedeutung hat.

6 – ausgesprochen: ‘Liu’, bedeutet, dass alles was einen betrifft gut verlaufen wird.

8 – wurde ursprünglich nur von den Kantonesen als Glückszahl angesehen. Da in Kantonesisch 8 dem Wort ‘Fa’ entspricht, welches gleichbedeutend ist, mit großem Reichtum in naher Zukunft. Später wurde dies dann von allen Chinesen übernommen.

9 – ausgesprochen: ‘Jiu’, bedeutet niemals endend, speziell bei Freundschaft und Heirat.

Deshalb sind Nummern die mit diesen 3 Zahlen enden sehr beliebt, zum Beispiel wenn es darum geht Telefon-, Zimmer- und/oder Autonummern auszusuchen.

4 und 7 sind Unglücksnummern. Chinesen versuchen, in aller Regel, diese Zahlen zu vermeiden. Die erste bedeutet Tod und die andere bedeutet verschwunden/vergangen. 

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